Diese Seite befindet sich aktuell im Aufbau.
Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.

Übergreifende Orientierung für das Training in dieser Phase

  • In T2 wird das Training zunehmend systematisch geplant und dokumentiert. Die sportartspezifische Konkretisierung erfolgt auf Grundlage des jeweiligen LLA beziehungsweise der Rahmentrainingskonzeption.
  • Leistungsdiagnostik, Trainingsbeobachtung und Wettkampfauswertung werden zweckbezogen eingesetzt, um Entwicklungsverläufe zu verstehen und Trainingsentscheidungen zu unterstützen.
  • Diagnostische Ergebnisse werden im Entwicklungsverlauf und gemeinsam mit Trainer*innenbeobachtungen sowie Rückmeldungen der Athlet*innen betrachtet. Einzelne Testwerte dienen nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
  • Veränderungen der Trainingsanforderungen orientieren sich an der individuellen Anpassung, Belastungsverträglichkeit und Erholung sowie gegebenenfalls an Wachstum und biologischer Reifung.
  • Athlet*innen werden zunehmend darin unterstützt, Belastung, Erholung und die eigene Entwicklung wahrzunehmen und rückzumelden.

Entwicklung beobachten und Training anpassen

Entwicklung zeigt sich nicht in einem einzelnen Test oder Wettkampf. In T2 werden unterschiedliche Informationen über einen längeren Zeitraum zusammengeführt, um Entwicklungsverläufe einzuschätzen und Trainingsentscheidungen zu unterstützen.

Eine systematische Dokumentation von Trainings-, Leistungs- und Wettkampfdaten kann helfen, Entwicklungen sichtbar zu machen und Trainingswirkungen über längere Zeiträume nachzuvollziehen.

→ FAQ: Mit Trainings- und Leistungsdaten die Entwicklung von Athlet*innen dokumentieren

Wachstum, Reifung und idividuelle Entwicklung berücksichtigen

Athlet*innen derselben Entwicklungsphase können sich hinsichtlich Wachstum, biologischer Reifung und Trainingsalter deutlich unterscheiden. Phasen schnellen Wachstums können sich vorübergehend auf Bewegungskoordination, Belastungsverträglichkeit und Leistungsentwicklung auswirken. Trainingsanforderungen sollten deshalb individuell angepasst werden.

Wenn Wachstum die Bewegung verändert: Während pubertärer Wachstumsschübe kann es vorübergehend zu Veränderungen der Bewegungskoordination kommen. Das FAQ zeigt, woran Trainer*innen dies erkennen können und was bei der Trainingsgestaltung zu beachten ist (Abb. 1).

→ FAQ: Adolescent Awkwardness. Was muss ich beim Training mit pubertierenden Jugendlichen beachten?

Weiterführend:Wie sollte ich das Krafttraining im Kindes- und Jugendalter gestalten?

Vielseitigkeit und zunehmende sportartspezifische Ausrichtung zusammendenken

In T2 gewinnt das sportartspezifische Training zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig sollte die Entwicklung nicht vorschnell auf wenige Trainingsinhalte oder Leistungsvoraussetzungen verengt werden. Vielseitige Bewegungs- und Lernerfahrungen können weiterhin dazu beitragen, allgemeine und sportartspezifische Leistungsvoraussetzungen weiterzuentwickeln.

Wie allgemein oder spezifisch trainiert wird, hängt von der Sportart, dem Trainingsalter, dem individuellen Entwicklungsstand und den jeweiligen Anforderungen ab.

Vielseitigkeit und sportartspezifische Entwicklung sind kein Gegensatz.

Allgemein oder speziell trainieren?
Vielseitigkeit kann unterschiedlich aussehen. Sie kann andere Bewegungsformen und Sportarten einschließen, aber auch Variation innerhalb der eigenen Sportart oder allgemeine Trainingsmittel zur Entwicklung wichtiger Leistungsvoraussetzungen.

→ FAQ: Allgemein oder speziell? Warum auch Schwimmer laufen müssen

Weiterführend:
→ Koordination auch in späteren Trainingsetappen weiterentwickeln

Referenzen

Bergeron et al. (2015). IOC consensus statement on youth athletic development. British Journal of Sports Medicine, 49, 843–851.

Bergeron et al. (2024). IOC consensus statement on elite youth athletes. British Journal of Sports Medicine, 58, 946–965.

Güllich et al. (2023). Quantifying the extent to which successful juniors and successful seniors are two disparate populations. Sports Medicine, 53, 1201–1217.

Bourdon et al. (2017). Monitoring athlete training loads: Consensus statement. International Journal of Sports Physiology and Performance, 12, S2-161–S2-170.

Soligard et al. (2016). IOC consensus statement on load in sport and risk of injury. British Journal of Sports Medicine, 50, 1030–1041.

Kellmann et al. (2018). Recovery and performance in sport: Consensus statement. International Journal of Sports Physiology and Performance, 13, 240–245.

Downloads zu diesem Thema