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Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.
In T2 können sich Athlet*innen hinsichtlich Wachstum, biologischer Reifung, Trainingsalter und bisheriger Entwicklung deutlich unterscheiden.
Körperhöhe, Körpergewicht und weitere anthropometrische Merkmale können je nach Sportart leistungsrelevant sein. Im Nachwuchsbereich werden sie jedoch wesentlich durch Wachstum und biologische Reifung beeinflusst.
Gerade in T2 sollte deshalb nicht allein vom aktuellen Körperbau auf das langfristige Potenzial geschlossen werden. Relevant ist, welche Merkmale für die jeweilige Sportart bedeutsam sind und wie sie sich im individuellen Entwicklungsverlauf verändern.
→ FAQ: Mein Sportler ist der Kleinste in der Trainingsgruppe. Ist er ungeeignet für die Sportart
Biologische Reifung einschätzen
Das IAT-Tool BioFinal unterstützt bei der Bestimmung der biologischen Reife und bei der Schätzung der finalen Körperhöhe von Kindern und Jugendlichen.
Athlet*innen entwickeln sich unterschiedlich schnell und auf unterschiedlichen Wegen. Ein aktueller Leistungsstand kann unter anderem durch biologischen Reifestatus, Trainingsalter, bisherige Erfahrungen und Trainingshistorie beeinflusst sein.
Für die Bestätigung von Potenzial ist deshalb nicht entscheidend, wie eine Athlet*in zu einem einzelnen Zeitpunkt im Vergleich zu anderen abschneidet. Aussagekräftiger ist die gemeinsame Betrachtung des aktuellen Entwicklungsstands und der Entwicklung über die Zeit.
→ FAQ: Was heißt denn hier Talent?
Athlet*innen sind nicht nur Gegenstand von Training, Diagnostik und Förderung, sondern gestalten ihre Entwicklung selbst mit. In T2 können sie zunehmend darin unterstützt werden, die eigene Entwicklung zu reflektieren, Rückmeldungen einzubringen und sich an Entscheidungen über Training und Entwicklungsziele zu beteiligen.
Selbst- und Mitbestimmung bedeutet dabei nicht, dass Athlet*innen alle Entscheidungen selbst treffen. Vielmehr werden sie entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen zunehmend darin unterstützt, Verantwortung für die eigene sportliche Entwicklung zu übernehmen.
Selbst- und Mitbestimmung im Training fördern
Die Deutsche Sportjugend zeigt im Konzept „Persönlichkeits- und Teamentwicklung im Sport“, wie Selbst- und Mitbestimmung, Selbstbewusstsein und weitere psychosoziale Ressourcen gezielt im Trainingsalltag gefördert werden können.


Albaladejo-Saura, M., Vaquero-Cristóbal, R., González-Gálvez, N., & Esparza-Ros, F. (2021). Relationship between biological maturation, physical fitness, and kinanthropometric variables of young athletes: A systematic review and meta-analysis. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(1), 328.
Bergeron, M. F., Mountjoy, M., Armstrong, N., et al. (2015). International Olympic Committee consensus statement on youth athletic development. British Journal of Sports Medicine, 49(13), 843–851.
Descheemaeker, K., Shibli, S., Weissensteiner, J. R., & De Bosscher, V. (2025). Youth sport and talent development policies: An umbrella review of the foundation and talent phases for future high performance. Journal of Sports Sciences.
Deutscher Olympischer Sportbund. (2023). Anforderungsprofil für bundeseinheitliche Kaderkriterien für den Landeskader und den Nachwuchskader 2.
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