Diese Seite befindet sich aktuell im Aufbau.
Im Rahmen eines NWLS-Projekts am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft entsteht ein Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Athlet*innenentwicklung. Im Hintergrund werden bereits fortlaufend Inhalte erarbeitet, von denen einzelne Bereiche schon sichtbar sein können. Die vollständige Bereitstellung der Inhalte ist jedoch erst zum Abschluss des Projekts bis Ende 2026 vorgesehen.
In T2 wird die gesundheitliche Entwicklung als Voraussetzung für eine nachhaltige sportliche Entwicklung mitgedacht. Mit zunehmenden Trainings- und Wettkampfanforderungen gewinnen die Wahrnehmung von Belastung und Beschwerden, eine angemessene Regeneration sowie präventive Maßnahmen an Bedeutung.
Wachstum und biologische Reifung können beeinflussen, wie Athlet*innen auf Trainingsbelastungen reagieren. Phasen schnellen Wachstums können deshalb besondere Aufmerksamkeit bei Trainingsgestaltung, Belastungssteuerung und Prävention erfordern.
Entscheidend ist dabei nicht das kalendarische Alter allein, sondern die individuelle Entwicklung der Athlet*innen.
→ Infografik: Reifung & Verletzungsprävention bei talentierten Fußballspielern
Die Infografik zeigt am Beispiel des Nachwuchsfußballs, wie biologische Reifung bei der Verletzungsprävention berücksichtigt werden kann.
Prävention kann bereits ansetzen, bevor Beschwerden oder Verletzungen auftreten. Funktionelle Auffälligkeiten in Kraft, Beweglichkeit, Koordination oder Bewegungsqualität können Hinweise darauf geben, wo Athlet*innen gezielt unterstützt werden können.
Diagnostische Ergebnisse sollten dabei nicht isoliert betrachtet werden. Sie können genutzt werden, um individuelle Schwerpunkte für präventive Maßnahmen abzuleiten und deren Entwicklung im weiteren Trainingsverlauf zu beobachten.
Praxisbeispiel: Plus Prevention Program
Das Plus Prevention Program des IAT unterstützt Trainerinnen dabei, neuromuskuläre und muskuloskelettale Auffälligkeiten bei jungen Athlet*innen strukturiert zu erfassen. Aus den Testergebnissen werden individuelle Übungsempfehlungen abgeleitet, mit denen festgestellte Defizite gezielt im Training bearbeitet werden können.
→ Plus Prevention Program kennenlernen und anwenden
→ Testmanual

Gesundheitsprobleme und Überlastungsbeschwerden entstehen nicht ausschließlich durch körperliche Belastungen. Auch psychologische, soziale und organisatorische Faktoren können mit dem Verletzungsgeschehen zusammenhängen.
Deshalb sollten Veränderungen bei Beschwerden, Wohlbefinden und Belastung möglichst im Gesamtzusammenhang der Lebens- und Trainingssituation betrachtet werden.
→ Infografik: Psychosoziale Risikofaktoren für Überlastungsverletzungen bei Leistungssportler*innen
Perspektive Sportverein: Gesundheit auch über Rahmenbedingungen gestalten
Gesundheit und Wohlbefinden werden nicht allein durch das Verhalten einzelner Athlet*innen beeinflusst. Auch Trainingsbedingungen, soziale Beziehungen, sichere Strukturen, Qualifizierung und die Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter können dazu beitragen, gesundheitsförderliche Bedingungen zu schaffen.
Der DOSB-Ansatz „Gesundheitsfördernde Lebenswelt Sportverein“ betrachtet deshalb den gesamten Verein als Lebenswelt und bietet praktische Impulse für eine gesundheitsorientierte Vereinsentwicklung.
→ DOSB: Gesundheitsfördernde Lebenswelt Sportverein
Einzelne Verletzungen oder Beschwerden liefern nur begrenzte Informationen. Eine systematische Dokumentation kann helfen, wiederkehrende Muster zu erkennen, mögliche Risikofaktoren zu identifizieren und Präventionsmaßnahmen gezielter auszurichten.
Wichtig ist dabei ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Trainer*innen, Athlet*innen und beteiligten medizinischen bzw. therapeutischen Fachkräften.
Sportmedizinische Gesundheitsvorsorge im Leistungssportsystem
Im deutschen Nachwuchsleistungssport bestehen je nach Kaderstatus und Sportart strukturierte sportmedizinische Untersuchungs- und Betreuungsangebote.
→ DOSB: Sportmedizinisches Untersuchungs- und Betreuungssystem
Mit zunehmender Selbstständigkeit können Athlet*innen schrittweise lernen, ihre Ernährung an gesundheitlichen und sportlichen Anforderungen auszurichten. Dabei geht es nicht um starre Ernährungsvorgaben, sondern um alters- und entwicklungsangemessene Ernährungsbildung und bei Bedarf individuelle fachliche Beratung.
→ Infografik: Sportlernahrung für Nachwuchsleistungssportler*innen
→ DOSB: Kompass Sporternährung

Bahr, R., Clarsen, B., Derman, W., Dvorak, J., Emery, C. A., Finch, C. F., Hägglund, M., Junge, A., Kemp, S., Khan, K. M., Marshall, S. W., Meeuwisse, W., Mountjoy, M., Orchard, J. W., Pluim, B., Quarrie, K. L., Reider, B., Schwellnus, M., Soligard, T., … Chamari, K. (2020). International Olympic Committee consensus statement: Methods for recording and reporting of epidemiological data on injury and illness in sport 2020 (including STROBE Extension for Sport Injury and Illness Surveillance [STROBE-SIIS]). British Journal of Sports Medicine, 54(7), 372–389.
Bergeron, M. F., Mountjoy, M., Armstrong, N., Chia, M., Côté, J., Emery, C. A., Faigenbaum, A., Hall, G., Kriemler, S., Léglise, M., Malina, R. M., Pensgaard, A. M., Sanchez, A., Soligard, T., Sundgot-Borgen, J., van Mechelen, W., Weissensteiner, J. R., & Engebretsen, L. (2015). International Olympic Committee consensus statement on youth athletic development. British Journal of Sports Medicine, 49(13), 843–851
Desbrow, B., McCormack, J., Burke, L. M., Cox, G. R., Fallon, K., Hislop, M., Logan, R., Marino, N., Sawyer, S. M., Shaw, G., Star, A., Vidgen, H., & Leveritt, M. (2014). Sports Dietitians Australia position statement: Sports nutrition for the adolescent athlete. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 24(5), 570–584.
Descheemaeker, K., Shibli, S., Weissensteiner, J. R., & De Bosscher, V. (2025). Youth sport and talent development policies: An umbrella review of the foundation and talent phases for future high performance. Journal of Sports Sciences.
Deutscher Olympischer Sportbund. (n.d.). Gesundheitsmanagement im Leistungssport. Retrieved 26.08.2026, from https://www.dosb.de/themen/leistungssport/gesundheitsmanagment
Frohberg, F., Hesse, J., & Wulff, J. (2023). Warum ist die Erfassung von Verletzungsdaten entscheidend für eine erfolgreiche Verletzungsprävention? IAT Wissen kompakt. Retrieved 26.08.2026, from https://sport-iat.de/faq/detail/warum-ist-die-erfassung-von-verletzungsdaten-entscheidend-fuer-eine-erfolgreiche-verletzungspraevention
Tranaeus, U., Martin, S., & Ivarsson, A. (2022). Psychosocial risk factors for overuse injuries in competitive athletes: A mixed-studies systematic review. Sports Medicine, 52, 773–788.
van der Sluis, A., Elferink-Gemser, M. T., Brink, M. S., & Visscher, C. (2015). Importance of peak height velocity timing in terms of injuries in talented soccer players. International Journal of Sports Medicine, 36(4), 327–332.